Die Geschichte unserer Apotheke in Hecklingen

19. Jahrhundert

1843:
Der erste Apothekenbesitzer von 1843 bis 1848 war Karl Jordan. Als weitere Besitzer bis zum Jahre 1869 wurden folgende Namen verzeichnet: Rehfeld, Lohse und Keil.

1869:
Franz Hendess hatte am 17.11.1868 seine Approbation erhalten und war seit dem 1. Juli 1869 Besitzer und Administrator der Apotheke zu Hecklingen.
Neben der Apotheke führte er dort einen Materialladen, der ihm nach eigenen Aussagen das meiste Geld einbrachte, denn der Handverkauf in seiner Officin war nie bedeutend und die Rezeptur betrug durchschnittlich zehn Verordnungen pro Tag. Durch die Industrialisierung von Staßfurt und Leopoldshall wurden viele Bewohner aus der ländlichen Umgebung abgezogen. Dies bedingte auch einen erheblichen Verdienstausfall für die Hecklinger Apotheke.

1872:
War der jährliche Bruttoumsatz so schlecht, dass dadurch Herr Hendess den enormen Kaufpreis von damals 12.000 Reichstaler nicht wieder herauswirtschaften konnte. So klagte der Officin Inhaber Franz Hendess aus Hecklingen in einem Schreiben an die herzogliche Regierung über diese Lage und seine „wirkliche Brotnot“. Aus dieser Erkenntnis heraus bat er um eine Erlaubnis zur Errichtung einer Filialapotheke in Leopoldshall.

1873:
Aus einem Revisionsprotokoll vom 14.10.1873 geht hervor, dass die Filialapotheke in Leopoldshall fast fertig eingerichtet und in Betrieb war. Hendess widmete sich in der Folge ganz seinem Apothekerberuf und hatte sogar sein Materialwarengeschäft aufgegeben.

Wie es in einem Revisionsprotokoll hieß, wollte er seine volle Kraft für die Hecklinger Apotheke und die Apotheke in Leopoldshall einsetzen.

1875:
Den Schwerpunkt seiner Arbeit legte er jedoch auf sein neues Werk und dürfte bald ganz nach Leopoldshall verzogen sein, denn ab 15.11.1875 wurde die Hecklinger Apotheke durch den 1862 approbierten Carl Ludwig Rudolf Otto verwaltet.

1876:
Der Verwalter Carl Ludwig Rudolf Otto bemühte sich 1876 von Hecklingen aus um die Konzession für eine einzurichtende Apotheke in Förderstedt.

1877:
Die Apotheke in Leopoldshall wurde in diesem Jahr erstmals als Vollapotheke im Apothekenverzeichnis für den Kreis Bernburg genannt und zu diesem Zeitpunkt verschwand der Name Hendess endgültig aus Hecklingen. Der neue Besitzer hieß Dr. Wichmann.

1880:
Von 15.08.1880 bis September 1892 wurde als Apothekenbesitzer Ferdinand Guttnich erwähnt.

1892:
Alfred Eilers wurde Apothekenbesitzer der Hecklinger „Schwan-Apotheke“.

20. Jahrhundert

1906:
Rudolf Nolte war vom 1.8.1906 bis zum Jahr 1928 Apothekenbesitzer.

1928:
Herr von Varchmin übernahm im Jahre 1928 die „Schwan-Apotheke“ zu Hecklingen.

1945:
Die Hecklinger Apotheke hatte den Krieg ohne nennenswerte Schäden überstanden.

1958:
Bis zu dieser Zeit befand sich die Apotheke in Privatbesitz des Apothekers Herrn von Varchmin. Die Apotheke wurde verstaatlicht und Herr von Varchmin blieb bis zum Jahr 1960 staatlicher Apothekenleiter.

1960:
Der Pharmazieingenieur Herr Heinz Mairose wurde Nachfolger von Herrn von Varchmin. Unter seiner Leitung erfolgten umfangreiche Veränderungen an und im Apothekengebäude.

1975:
Der Apotheker Uwe Hobohm übernahm die Leitung der Schwan-Apotheke Hecklingen. Es erfolgte eine Trennung von Officin und Rezeptur.

1976:
Herr Uwe Hobohm zog mit seiner Familie in die obere Privatwohnung nach Hecklingen.

1985:
Schaffung eines neuen Lagerraumes für Verbandstoffe.

1990:
November: Kauf der Schwan-Apotheke von Herrn Apotheker Uwe Hobohm.

1999:
Neue Rezeptur mir Labor-Einrichtung nach Vorschrift; Belegschaftsraum wurde halbiert für Nachtdienstzimmer und Lager-Übervorräte.

21. Jahrhundert

2006:
Zum 1.1.2006 übernimmt Reik Hobohm, Apotheker seit 2001, die Leitung der Schwan-Apotheke in Hecklingen.

2007:
Bauliche Veränderung und Umbaubeginn der Privatwohnung als Nachtdienstzimmer und Büro sowie Lagerraum.

Telefon: 03925 / 28 42 58

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